Degewo & Asbest – die Fakten

Seit 2008 werden Wohnungen von der Degewo auf Asbest getestet, oder wie uns ein Mitarbeiter von der Degewo telefonisch* bestätigte, “auf alle Schadstoffe dieser Welt”.

Degewo testet natürlich nicht “auf alle Schadstoffe dieser Welt”. Das ist völliger Unsinn, wie uns ein Sachverständiger für Fußböden bestätigte. 

Degewo scheint eine Art Allergie gegenüber das Wort Asbest entwickelt zu haben. Denn uns gegenüber sprach man lediglich von einer Schadstoffbelastung. Bei Schadstoffbelastung denkt man vielleicht an etwas, das nicht so schlimm ist wie Plutonium oder Asbest, welche einige Gemeinsamkeiten aufweisen.

Deshalb wird auf Anfrage Mietern (so wie uns) nur etwas von einer Schadstoffbelastung erklärt. Man soll sich keine Sorgen machen. Es wurde sogar ein schöner Satz formuliert, der beruhigen soll, “Zunächst möchten wir Ihnen Ihre Bedenken nehmen hinsichtlich einer Gesundheitsgefährdung aufgrund von Schadstoffbelastung.” 

Auf der firmeneigenen Webseite findet man absolut keinen Hinweis auf asbestbelastete Wohnungen. 

Wenn wir nicht beabsichtigt hätten umzuziehen, hätten wir nie etwas von einer Asbestbelastung erfahren. Wie auch? Wenn uns niemand informiert hat. Wir haben die Wohnung übrigens 2012 gemietet. Viele Mieter wohnen schon wesentlich länger in einer Degewo-Wohnung.

Uns selbst wurde erst etwas von einer Asbestbelastung zugegeben, als wir mit einer Medien-Kampagne gedroht haben. Bis dahin wollte man uns weder schriftlich noch telefonisch über die Art der Schadstoffbelastung Auskunft geben. 

2012 wurden laut eigenen Angaben Mieter auf mögliche Gefahren ausdrücklich hingewiesen. Auf telefonische Nachfrage

*laut Telefongespräch mit Herrn Steffen von der Degewo Nord im Oktober 2018

*Audiomitschnitt vorhanden
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