Staatsanwalt Dr. Matthäus Fink sorgt aktuell in der 60 Minutes-Doku für Aufsehen. Während er die strafrechtliche Verfolgung von Online-Beleidigungen verteidigt, stellt sich die Frage, warum die Justiz schwerwiegende Fälle – wie den langjährigen Asbestskandal bei der landeseigenen Wohnungsgesellschaft Degewo – weitgehend ignoriert.
Transparenz: Es war StA Dr. Matthäus Fink, der gegen mich den Strafbefehl in Sachen Buyx erließ.
Da Fink meiner Anwältin weder Akteneinsicht noch rechtliches Gehör gewährte, konnte sie nicht darlegen, dass ich Frau Buyx weder genannt noch gemeint hatte. Der Prozess läuft noch.… pic.twitter.com/ru5kTBva78
— Stefan Homburg (@SHomburg) February 18, 2025
Asbest in Degewo-Wohnungen: Eine stille Gefahr
In den 60er, 70er und 80er Jahren wurden viele der Degewo-Wohnhäuser erbaut – und dabei massiv asbesthaltige Materialien verbaut. Tausende Mieter lebten über Jahrzehnte in Wohnungen, in denen sie nicht über die Asbestgefahr aufgeklärt wurden. Schriftliche Genehmigungen für Renovierungsarbeiten wurden erteilt, ohne dass die Gefahr thematisiert wurde. Die Folgen: Ein klarer Fall von fahrlässiger Handlungen, welche nachweislich Mieter gefährdet hat und es noch immer tut.
Erfüllt Staatsanwalt Dr. Matthäus Fink seine Pflicht?
Obwohl hier ein eindeutiger Straftatbestand – die fahrlässige Handlung durch das vorsätzliche Verschweigen der Asbestgefahr in Mietwohnungen – vorliegt, hat bisher kein Staatsanwalt ernsthafte Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Degewo eingeleitet. Es besteht der Verdacht, dass politische Einflussnahmen und die enge Verbindung zur landeseigenen Institution der Degewo die Strafverfolgung blockieren. Während Herr Dr. Staatsanwalt Fink im Internet Bagatelldelikte als ‚kriminell‘ darstellt und darüber lacht, dass Betroffene schockiert sind, wenn ihr Handy beschlagnahmt wird, bleiben Kriminelle, welche Mieter vorsätzlich der Asbestgefahr aussetzen, ungestraft. tagesspiegel.de
Endlich trifft der Schock dieses Videos die Öffentlichkeit.
Täglich finden in Deutschland rechtswidrige Durchsuchungen statt -
auch wegen Kommentaren in sozialen Medien.Drei Staatsanwälte lachen im Fernsehen darüber, dass es für Betroffene ein Schock ist, wenn ihr Handy… pic.twitter.com/FdsdIG7wjP
— Konstantin Grubwinkler (@RGRAnwaelte) February 18, 2025
Ein Aufruf zu mehr Justiz und Transparenz
Die Doppelmoral der Justiz – einerseits aggressive Maßnahmen gegen Bagatelldelikte im Internet, andererseits Ignorieren von schwerwiegenden Straftaten – untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Es ist höchste Zeit, dass sich die Strafverfolgung auf Fälle konzentriert, die echten Schaden anrichten.
Fazit
Staatsanwalt Dr. Matthäus Fink repräsentiert eine Justiz, die aktuell den Fokus auf Bagatelldelikte legt – während gravierende Fälle wie der Asbestskandal bei der Degewo systematisch verschleppt werden.
