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Deutsche Wohnen: "finanzielles Risiko bei Aufdeckung von Altlasten wie Asbest"

November 8, 2019
Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen ist eine börsennotierte deutsche Wohnungsgesellschaft mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen besitzt rund 163.000 Wohnungen und 2.600 Gewerbeimmobilien. In Berlin befinden sich rund 111.000 Wohnungen. Das Immobilienportfolio umfasst auch Pflegeeinrichtungen und betreute Wohneinheiten (Quelle: Wikipedia).

Am 14.11.2011 veröffentlicht die Deutsche Wohnen ein interessantes Dokument. 20 Millionen neue Deutsche Wohnen Aktien werden Investoren angeboten. Unter Risiken steht folgendes:

"Wir könnten Risiken durch Altlasten wie Kriegsmunition, Bodenbeschaffenheit und Schadstoffe in Baustoffen sowie durch mögliche Verstöße gegen das Baurecht ausgesetzt sein.

Es ist möglich, dass Immobilien, die wir besitzen oder erwerben, Bodenkontaminationen, gefährliche Stoffe und andere Stoffe enthalten. Altlasten und/oder Kriegsrelikte (einschließlich potenziell nicht explodierter Kampfmittel). Darüber hinaus können Gebäude Bauteile gefährliche Stoffe enthalten ("polychlorierte Biphenyle (PCBs) oder Asbest), oder die Liegenschaften könnten andere Umweltrisiken mit sich bringen.

Finanzielles Risiko bei Aufdeckung von Altlasten wie Asbest

Wir tragen das Risiko kostenintensiver Sanierungsmaßnahmen und Beseitigung solcher Kriegsmunition, gefährlicher Stoffe, Altlasten oder Bodenverunreinigungen. Die Aufdeckung solcher Altlasten, insbesondere im Zusammenhang mit der Vermietung oder Veräußerung von Immobilien, kann auch die Ansprüche auf Mietminderung, Schadenersatz und sonstige Verletzung von Gewährleistungsansprüchen oder Beendigung der Vermietung auslösen.

Die Beseitigung von Altlasten und die damit verbundenen zusätzlichen Maßnahmen könnten sich negativ auf unser Geschäft auswirken erhebliche Mehrkosten verursachen.

Darüber hinaus sind wir dem Risiko ausgesetzt, dass es nicht mehr möglich sein könnte, die Regressansprüche gegen den Verursacher oder die früheren Eigentümer der Liegenschaften geltend zu machen.

Auch bei bloßem Verdacht negative Auswirkungen auf Immobilienpreis

Die Existenz oder sogar nur der bloße Verdacht auf die Existenz von Kriegsmaterial, Gefahrstoffen (Asbest), etc. Restverschmutzung oder Boden Verunreinigungen kann sich negativ auswirken auf den Immobilienpreis oder auf unsere Fähigkeit die Immobilie zu vermieten oder zu verkaufen.

Unser Geschäft ist auch dem Risiko der Nichteinhaltung von Bauvorschriften oder Umweltauflagen ausgesetzt. Auch wenn wir bei der Akquisition einzelner Objekte gründliche Inspektionen durchführen, besteht das Risiko. dass Bauvorschriften oder Umweltvorschriften nicht eingehalten wurden.

Diese Umstände können zu zusätzlichen Kosten führen und unsere Verkaufserlöse negativ beeinflussen."

Auch öffentliche Wohnungsunternehmen wie die degewo wollen das Thema Asbest lieber verheimlichen. Frank Bielka benutzte seine Funktion als Staatssekretär und degewo Geschäftsführer, um die Asbest-Altlasten von den landeseigenen Wohnungsgesellschaften vor Mietern geheim zu halten. Im Senat verharmloste er die Asbestgefahr.

Die Aufdeckung von Altlasten wie Asbest liegt nicht im Interesse von Vermietern wie Deutsche Wohnen oder Degewo. 

Quelle: Deutsche Wohnen

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