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Brief an die SPD Berlin zum Thema degewo Asbestskandal

Juli 9, 2019
spd berlin

Wien, 09.07.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der verfehlten Asbestpolitik der SPD Berlin in den letzten Jahrzehnten, ist es dazu gekommen das unser Vermieter (degewo) uns beim Einzug in eine Mietwohnung 2012 eine Schadstoffbelastung durch Asbest verheimlicht hat. Schlimmer noch, da wir die Wohnung (die sich in einem katastrophalen Zustand befand) komplett renovieren wollten, holten wir uns eine Genehmigung zur baulichen Veränderung von der degewo ein. Die degewo hat uns auch da nicht über die möglichen Gefahren gewarnt.

Daraufhin haben wir (ohne Wissen über die möglichen Gefahren) die asbesthaltigen Floorflex-Platten eigenhändig entfernt und entsorgt. Den asbesthaltigen Bodenkleber haben wir herausgefräst (ohne Schutzmaßnahmen), dabei wurden wir unzähligen Asbestfasern ausgesetzt. Eine einzige Faser ist tödlich und kann nach einer Inkubationszeit von mehreren Jahrzehnten zum frühzeitigen Tod führen. Auch kurzzeitige Asbestexposition ist gefährlich. 80.000 Menschen kamen am 11. September in New York zu schaden, nachdem die asbesthaltigen Twin Towers eingestürzt sind und der Asbeststaub sich über die Stadt verteilte.

Seit wir über die Schadstoffbelastung durch Asbest erfahren haben, stellte sich die degewo immer nur quer. Wir haben alle Telefonate mit der degewo aufgezeichnet und werden diese bei Bedarf veröffentlichen.

Wir wollten eine Lösung im einvernehmen, die degewo ist daran nicht interessiert und beauftragt lieber Gutachter und Anwälte.

Fakt ist das die degewo uns beim Einzug die Asbestbelastung einfach verschwiegen hat, obwohl man schon im Jahr 2000 und sicherlich davor wusste, in welchen Wohnungen Asbest vorhanden ist. Dadurch wurden wir einer hohen Gefahr ausgesetzt und leben nun in Angst davor in Zukunft zu erkranken. Keine Fachfirma für Asbestsanierung würde eine asbestbelastetet Wohnung so sanieren, wie wir das gemacht haben. Die Wohnungen müssen immer komplett abgedichtet sein, man arbeitet mit Unterdruck, man arbeitet nur in Schutzanzügen und mit Atemschutz, etc. etc.

Uns stünde eine Mietmindernung von 20% zu, diese müssen wir jedoch einklagen und um es noch schlimmer zu machen sollen wir die Kosten für den Rückbau vom Parkett, etc. tragen. Man berechnet uns Mieten für das Jahr 2019 obwohl wir (wie vereinbart) zum 31.12.2018 ausgezogen sind.

Da wir uns das nicht gefallen lassen, haben wir eine Kampagne ins leben gerufen:

Mit unserer Facebook Kampagne haben wir über 60.000 Menschen in Berlin erreicht. 10% davon haben auf die Kampagne reagiert, die meisten mit entsetzen.

Mit unsere Webseite www.asbest-berlin.de erreichen wir täglich hunderte Besucher.

Wir haben Flugzetteln im ganzen Brunnenviertel verteilt, um auf unsere Kampagne aufmerksam zu machen.

Da die degewo landeseigen und deshalb den jeweiligen regierenden Parteien unterliegt, ist Ihre Partei für diese Situation auch mitverantwortlich. Darauf weisen wir in unsere Kampagne auch spezifisch hin.

Wir wollten von Anfang an eine Lösung im einvernehmen, die degewo ist daran nicht interessiert.

Falls Sie durch unsere Kampagne Wähler verlieren sollten, können Sie sich gerne direkt bei den Verantwortlichen bei der degewo dafür bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

https://www.berliner-woche.de/

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